Pflastern des Eingangsbereichs

Juli 2017 –
Nachdem wir im letzten Jahr unser Eingangstreppenpodest gebaut hatten und im Jahr zuvor bereits die Trennkante zwischen Carport und Eingangsbereich angelegt worden war, konnte nun der klar umfassten Eingangsbereich gepflastert werden. Hierzu war es allerdings erst einmal nötig, den Arbeitsbereich frei zu räumen.

Danach konnte der vorhandene Schotter geebnet werden und es zeigte sich, dass kein zusätzliches Material benötigt wurde. Der vorhandene Schotter ließ sich exakt auf einem Niveau 10 cm unter der Oberkante des zu verlegenden Pflasters ausbreiten.

Um eine bessere Tragschicht unter dem Pflaster zu erhalten, wurde in den losen Schotter mit Hilfe einer Spitzhacke, noch vier Säcke Estrichbeton (jeweils 40 kg) eingearbeitet.

Vor dem Verdichten mit einem Motorstampfer wurde der Untergrund mit Hilfe einer Gießkanne bewässert, um so eine unnötige Staubbildung zu vermeiden und für das Abbinden des Estrichbetons zu sorgen.

Nach einem Tag Pause war die Tragschicht abgebunden und es konnte mit dem nächsten Arbeitsschritt begonnen werden. Hierzu wurden Eisen am Rand der Fläche eingeschlagen und Maurerschnüre in Längsrichtung gespannt, um so ein einheitliches Niveau abmessen zu können. Unter den Schnüren sind dann im 90 Grad-Winkel Röhren gelegt worden, mit denen das Niveau des Schotterbetts festgelegt wurde. Da die zu verlegenden Pflasterklinkersteine 52 mm hoch sind, wurden die Röhren 40 mm unter dem angestrebten Niveau ausgerichtet.

Anschließend wurde der Splitt mit einer Wasserwage über die Röhren hinweg abgezogen . In mehreren Abschnitten wurde so der ganze Eingangsbereich schrittweise auf ein einheitliches Niveau gebracht. Danach konnte mit dem Verlegen des ersten Bogens begonnen werden.

Nachdem der Verlauf des Bogens mit drei Steinreihen festgelegt war, konnten weitere Reihen hinzugefügt werden. Hierbei macht sich ein fleißiger Helfer durchaus bezahlt, der schon einmal die zu verlegenden Steine bereit stellt.

Reihe für Reihe schließt sich die Fläche langsam und es verbleiben nur noch die Ränder übrig, bei denen die Steine nach passend zugeschnitten werden müssen.

Man kann auf dem folgendem Bild gut erkennen, dass man beim Verlegen der Bögen ab und zu Lücken einfügen werden müssen, damit die Steine immer eine ausreichende Überlappung aufweisen und so im Verbund zum Liegen kommen.

Im vorderen Bereich direkt vor der Bruchsteinmauer zu unserem Bauerngarten hin wurde noch ein zweiter, kleiner gegenläufiger Bogen gelegt. Auf dem nachfolgenden Bild sind bereits die Randsteine des kleinen Bogens passend zugeschnitten und verlegt.

Um die Bögen noch zu betonen, wurden einige anthrazit-farbende Steine gegen orange-farende Steine ausgetauscht.

Nun wurde die Pflasterklinkersteine noch einmal ordentlich ausgerichtet, bevor Splitt und Sand in die Fugen eingekehrt wurden, um so das gesamte Pflaster zu fixieren.

Abschließend wurde das Pflaster mit einer kleinen Rüttelplatte unter Verwendung einer Gummimatte abgerüttelt. Hierzu muss das Pflaster zuvor unbedingt sauber abgekehrt werden, um so Kratzer in der Oberfläche zu vermeiden.

Als letztes wurde noch einmal Sand und Splitt eingekehrt und danach war unser Eingangsbereich fertig gepflastert. Die Mühe bei Sonne, Schwüle und Regen hatte sich wieder einmal gelohnt und die Strapazen waren schnell vergessen 😉

Nun fehlt nur noch der Bereich unter unserem Carport und wir können sauber um unser Haus gehen.

Fazit:
Der Arbeitsaufwand für das Pflastern des Eingangsbereich mit Bögen lag bei circa 45 Stunden. Verbaut wurden vier Säcke Estrichbeton (40 kg) zur Stärkung der Tragschicht aus Schotter, 1 m³ Splitt, 28 m² Pflasterklinker (AKA 200 x 100 x 52 mm- Meißen anthrazit und gut zwei Dutzend Steine Radeberg orange) und 10 Schippen Bausand plus Splitt zum Einschlemmen in die Fugen.

Weitere Arbeiten mit Pflasterklinker:

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