Wege im Bauerngarten mit Pflasterklinker auslegen

Juni 2013 –
Nachdem wir unseren Bauerngarten im letzten Jahr komplett angelegt hatten, galt es nun die Wege mit Pflasterklinker-Steinen auszulegen. Unsere Wahl fiel auf Pflasterklinker, weil dieser extrem stabil und farbecht, im Vergleich zu eingefärbten Betonsteinen, ist. Als mögliche Farbe kam aufgrund der hellen Muschelkalksteine nur ein recht dunkler Ton in Frage. So fiel unsere Farbwahl auf anthrazit (Stein Meissen der Firma CRH).
Da die Pflasterklinker plus Splittbett eine Höhe von circa 8-10 cm einnehmen, mussten zuerst die Fundamentkeile der quer verbauten Granitpalisaden mit einem Bohrhammer etwas eingekürzt werden.

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Anschließend wurde der bereits im letzten Jahr auf den Wegen ausgelegte Schotter gut eingerüttelt. Da die Wege nur circa 40-45 cm breit sind, wurde eine entsprechend schmale Rüttelplatte (75kg – 35 x 50 cm) benötigt.

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Nachdem der Schotter gut eingerüttelt war, konnte mit dem Verteilen von Splitt als Unterlage für die Pflasterklinker begonnen werden.

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Der Splitt selbst wurde in einer Stärke von circa 3-5cm aufgetragen und mit der Wasserwaage eben abgezogen. Hierbei war es wichtig, ein Gefälle der Wege vom Haus weg einzuhalten. Nachdem der Splitt mit der erforderlichen Neigung plan abgezogen war, konnte mit dem Verlegen der Pflasterklinker begonnen werden. Die Pflasterklinker ragen in dieser Phase etwa 1 cm über das endgültige Niveau hinaus.

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Erst nachdem Splitt in die Fugen eingekehrt wurde und die Oberfläche wieder sauber abgekehrt war, konnte mit dem Einrütteln der Steine begonnen werden. Hierzu wurde eine Kunststoffmatte unter  den Handstampfer gelegt. Beim Einrütteln setzen sich die Steine um circa 1 cm. Danach wurde Quarzsand mehrmals in die Fugen eingekehrt und mit Hilfe von Wasser eingeschlemmt bis sich die Fugen vollständig gefüllt haben.

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Zum Schneiden der Pflasterklinker wurde ein professioneller Nassschneider erforderlich, da die Steine härter als Beton sind. Ein Vorteil des Nassschneiders ist der beim Schneiden vom Wasser gebundene Staub. Nichts desto trotz wird man nach einigen Dutzenden Schnitten recht dreckig, wie man deutlich sehen kann 😉

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Nachdem ich mich auf den geraden Wegabschnitten mit dem Material und seiner Handhabung vertraut gemacht hatte, sollte es nun „richtig rund gehen“: Bögen standen im Bereich der Kräuterspirale auf dem Plan! -Inspiriert wurde ich vom aktuellen CRH-Katalog und den dort gezeigten Verlegemustern. Hier nun mein Gesellenstück:

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Das vorliegende Muster entstand in mehreren Anläufen. Hierzu wurden die ganzen Steine der Bögen teilweise ausgelegt und so lange umgelegt bis der Gesamteindruck stimmte. In unserem Fall waren es drei Anläufe, für die wir uns gut zwei Stunden Zeit nahmen. Danach konnte das große Zuschneiden beginnen…

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Nach unzähligen Schnitten war dann die äußere Umrandung der Kräuterspirale eingefasst. Zur Auflockerung haben wir noch ein paar vereinzelte orangene Steine (Stein Radeberg der Firma CRH) in die Bögen eingelegt.

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Als nächstes stand der Anschluss an die Hauswand auf dem Programm. Hierzu wurden als erstes die Drainageplatten der Hauswand eingekürzt. Unter der finalen Oberkante des Pflasters musste noch circa 10 cm Freiraum vorhanden sein. Damit der Splitt unter den Pflastersteinen nicht in die Drainageplatten einrieseln konnte, wurde noch ein grobes Vlies über der Schnittkante der Drainageplatten fixiert. Direkt auf die Oberkante der Drainageplatte wurde dann ein circa 9 cm hoher Streifen Noppenbahn bündig an die Hauswand gestellt. Die Noppenbahn dient als Puffer zwischen Pflaster und Sockelputz. Spannungen im Pflaster sollen nicht zu Druck auf den Putz führen. Hierdurch könnten ansonsten Risse im Putz entstehen.

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Hier sieht man gut wie der innere Bogen um die Kräuterspirale erst in Bahnen gelegt wird. Der Bogen wurde dann mit etwas Schneidearbeit an den Bereich im Fischgrätenverband angeschlossen

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Von den Bögen fasziniert haben wir auch die gerade Querverbindung zwischen Terrasse und Bauerngarten mit einem Bogen ausgelegt. Unsere erste Idee, auch diesen Bereich wieder im Fischgrätenverband auszulegen, haben wir verworfen.

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Ganz nebenbei ist in unserem Bauerngarten ein schöner Sitzbereich entstanden. Hierfür besorgten wir uns noch eine gemütliche Sitzbank und einen schönen Mosaiktisch. So haben auch wir im Hochsommer im Schatten unseres Erkers ab 17:00 Uhr ein schönes und luftiges Plätzchen.

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Fazit:
Der Arbeitsaufwand für die Verlegung der Pflasterklinkersteine lag bei circa 80 Stunden. Verbaut wurden 22 m² Pflasterklinker Meissen (200 x 100 x 52 mm), 1,5 m³ Splitt und 20 Schaufeln Quarzsand.

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