Bau eines Sockelfundamentes für eine Gartenhütte

August 2010 –
Für unsere Fahrräder und Gartenwerkzeuge sollte eine Gartenhütte im nördlichen Bereich unseres Gartens entstehen, in der alles bequem einen Platz finden würde. Wir planten die Größe und Gestalt der Gartenhütte grob am Computer. Danach stand ziemlich bald fest, dass wir für die Gartenhütte eine Fundamentplatte von 3,50 x 2,30 m benötigen würden. Der Platz für die Gartenhütte war schnell gefunden und wurde mit Pflöcken abgesteckt. Der vorgesehene Bereich wies jedoch ein recht großes Gefälle auf. So fiel das Gelände auf den 3,50 m um circa 50 cm ab. Daher wurde ein Sockel für die Aufnahme des Fundamentes erforderlich. Der Sockel sollte mit Hohlkörpersteinen aufgebaut werden.
Im ersten Schritt wurde der Mutterboden im Bereich der zukünftigen Gartenhütte abgetragen um anschließend einen Fundamentgraben für den Sockel auszuschachten.

Bei einer Weite von 3,50 m entschloss ich mich noch einen Quersteg in der Mitte des Fundaments einzuziehen. Das Ganze sah nun aus wie eine große Acht. In den Fundamentgraben wurde dann eine Sauberkeitsschicht aus circa 15 cm Schotter eingebracht. Der Schotter wurde anschließend mit einem Motorstampfer gründlich verdichtet. Nun konnte die erste Lage der Hohlkörpersteine waagerecht auf Estrichbeton gesetzt werden.

Nachdem die erste Lage fest im Graben stand, wurden noch zwei weitere Reihen Hohlkörpersteine aufgesetzt, um die erforderliche Höhe des Sockels zu erreichen. In jede Lage wurden waagrechte Zugeisen eingelegt. Danach wurden die Hohlkörpersteine ausbetoniert, wobei die letzte Reihe nur bis zur Hälfte ausbetoniert wurde. In die Vorderkante des Sockels wurden dann Eisen in Form von großen Spangen eingesteckt und ebenfalls einbetoniert. Dies Eisen sollten später auf der gegenüberliegenden Seite eingesteckt und mit der Bodenplatte waagrecht als Zugeisen einbetoniert werden.

Im nächsten Schritte wurde der Sockel bis circa 20 cm unter die Oberkante mit Aushub aufgefüllt. Der Aushub wurde hierbei in Lagen eingebracht und gut mit einem Motorstampfer verdichtet. Somit hatten wir die Unterseite der Schalung für die Bodenplatte des Sockels erstellt.

Als nächstes wurden die Innenseiten der Hohlkörpersteine um circa 7,5 cm eingekürzt, damit die Bodenplatte samt Armierungseisen gut auf dem Sockel aufliegen kann. Die abgeschnittenen Betonreste wurden mit einem Hammer zerschlagen und im Innenbereich des Fundaments verteilt. Jetzt wurden die Eisen der großen Spangen nach unten gebogen und in die gegenüberliegende Seite des Sockel eingesteckt. Auf diese quer verlaufen Zugeisen wurde noch eine Baustahlmatte geknüpft.

Nun ging es daran, den Sockel einzuschalen, damit die Bodenplatte betoniert werden konnte. Die Schalung wurde so errichtet, dass diese circa 5 cm über die Oberkante des Sockels ragt. Hierdurch wurde erreicht, dass die Bodenplatte die Hohlkörpersteine des Sockels überlappt. Nach dem Ausbetonieren ist die Kante der Hohlkörpersteine von oben nicht mehr zu sehen.

Im hinteren Bereich habe ich noch auf jeder Seine ein Kabelrohr eingeführt, so dass später der Anschluss von Strom durch die Bodenplatte hindurch möglich sein wird. Dann galt es die benötigte Menge an Beton zu berechnen. Bei der vorliegenden Größe der Bodenplatte ergab dies circa 2,5 m³ Beton. Bei einer so großen Menge beschloss ich den Beton als Lieferbeton versetzt mit einem Verzögerer zu bestellen. Im Hof legte ich eine Plane aus, auf welche der Beton gekippt wurde.

Nun galt es einige Helfer zu finden, die halfen den Beton mit Schubkarren hinter das Haus in die Schalung zu füllen. Insgesamt waren wir zu viert und nach nur einer guten Stunde  war alles in die Schalung eingefüllt. Den Verzögerer hätte ich mir somit sparen können. -Dennoch, schön wenn man so liebe und hilfsbereite Nachbarn hat 😉

Am nächsten Abend konnten wir den Lohn der Arbeit bestaunen. Eine perfekt gerade Bodenplatte für unsere Gartenhütte auf einem Sockel war entstanden.

Fazit:
Der Arbeitsaufwand für diese Bauwerk lag bei cira 40 Stunden und wurde über sechs Wochen verteilt. Verbaut wurden sechs Schubkarren Frostschutzschotter, 6 Säcke Fertigestrich (40 kg), 76 Hohlkörpersteine (50 x 25 x 17,5 cm), 42 m Eisen 8 mm7 m² Baustahlmatte und 2,5 m³ Fertigbeton.

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3 Kommentare zu Bau eines Sockelfundamentes für eine Gartenhütte

  1. Hey,
    beeindruckend, was da bei Euch Anfang des Jahres im Garten entstand! Für meine Begriffe etwas überdimensioniert, zumal nur geplant ist, Fahrräder und Gartenwerkzeuge unterzustellen (?). Aber eventuell wird ja das Fundament von einer Folgegeneration genutzt, um ein Wohnhaus darauf zu bauen 🙂
    VG von Chris

    • roesnor sagt:

      Hallo Chris,
      sicherlich ist unser Fundament aufgrund seiner Ausführung sehr stabil und wird nicht nur eine Gartenhütte, sondern auch einen Pkw samt Garage tragen können. Die gewählte Variante diente in erster Linie dem Ausgleich des Gefälles von 50 cm auf 3,5 m in diesem Bereich unseres Grundstückes.
      Die von Dir gewählte Variante besticht dennoch durch ihre Einfachheit und die Möglichkeit alles zu einem späteren Zeitpunkt wieder schnell entfernen zu können. Sehr schöne Idee, die auch sehr gut dokumentiert wurde.
      Viele Grüße,
      Norbert

  2. Freiberg, Roy sagt:

    Klasse Sache Deine Platte.
    Werd es wohl als Beispiel nehmen für mein Fundament, was dann mal unser Gartenhaus (24qm) tragen soll. Macht auf jeden Fall nen soliden Eindruck.

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